Auf der Brüssel Motor Show (9.–16. Januar 2026) feierte ein Alfa Romeo Sondermodell Weltpremiere, das in der Quadrifoglio-Welt ganz oben steht: die Giulia Quadrifoglio Luna Rossa. Sie ist auf nur zehn Fahrzeuge weltweit limitiert – und: alle zehn Exemplare sind bereits verkauft. Entstanden ist diese Kleinserie im neuen Projekt Bottegafuoriserie, einer gemeinsamen Initiative von Alfa Romeo und Maserati für exklusive Sondermodelle, Individualisierung und Motorsport-nahe Entwicklungen.
Zwei italienische Ikonen: Alfa Romeo trifft America’s Cup
Die Giulia Quadrifoglio Luna Rossa ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem italienischen America’s Cup-Team Luna Rossa, das 2027 vor Neapel um die prestigeträchtigste Trophäe im Segelsport kämpfen will. Genau dieses High-Performance-Denken – Leichtbau, Aerodynamik, Präzision – prägt die Sonderedition. Das Ziel war nicht „nur“ ein Designpaket, sondern ein technisch spürbarer Schritt in Richtung Rennsport.
Carbon-Aerodynamik mit Ground-Effect: 5x mehr Abtrieb
Herzstück des Sondermodells ist ein neu entwickeltes Aerodynamikpaket. Zahlreiche Komponenten bestehen aus Kohlefaser, um Luftführung und Stabilität zu verbessern, ohne die Höchstgeschwindigkeit zu begrenzen. Besonders konsequent ist der Ansatz am Unterboden: Zusätzliche Elemente beschleunigen die Luftströmung, Seitenschweller dichten ab – ein klassischer Ground-Effect, der das Fahrzeug „auf die Straße saugt“.
Am Heck sitzt ein aufwändig gestalteter Doppel-Heckflügel, dessen Form sich an den Foils der „Luna Rossa“ orientiert – bei der Yacht heben sie den Rumpf aus dem Wasser, bei der Giulia sind die Profile umgedreht, um maximalen Abtrieb zu erzeugen. Das Resultat ist konkret messbar: Die Giulia Quadrifoglio Luna Rossa erreicht 300 km/h und erzeugt bei Höchstgeschwindigkeit rund 140 Kilogramm Abtrieb – etwa fünfmal so viel wie das Serienmodell.
Leistung bleibt Quadrifoglio-pur: 520 PS und Sperrdifferenzial
Angetrieben wird die Luna Rossa vom bewährten 2,9-Liter V6-Twin-Turbo mit 382 kW (520 PS). Ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Hinterachse optimiert die Drehmomentübertragung und unterstützt Stabilität, Agilität und Kurvengeschwindigkeit – passend zum Anspruch, nicht nur optisch, sondern fahrdynamisch „extrem“ zu sein.
Design und Innenraum: Segelstoff, Rettungswesten-Optik und rote Embleme
Auch optisch ist die Luna Rossa klar als Sondermodell erkennbar. Der von Hand aufgetragene Lack imitiert einen Metalleffekt, dazu kommen rote Akzente, „Luna Rossa“-Schriftzüge und erstmals Alfa Romeo Logos mit rotem Hintergrund. Auffällig: rot lackierte 19-Zoll-Leichtmetallräder sowie sichtbare Kohlefaser an ausgewählten Bauteilen.
Innen setzt Alfa Romeo die maritime Inspiration ungewöhnlich konsequent um: Die Armaturentafel integriert eine hauchdünne Folie, die einer Schicht aus dem Segelmaterial der Luna Rossa entspricht. Die Sportsitze (Sparco) greifen mit Material- und Grafikdetails die Rettungswesten der Crew auf. Kohlefaser-Komponenten und spezielle Logos runden den Manufaktur-Charakter ab.















